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Prozessende und Zustandswiederherstellung auf Android testen

Wie du das Beenden durch das System simulierst und prüfst, dass Nutzer an derselben Stelle weitermachen.

In diesem Ratgeber

Liegt deine App im Hintergrund, kann Android ihren Prozess beenden, um Speicher freizugeben, ohne Vorwarnung und ohne Absturzbericht. Wechselt der Nutzer zurück, erwartet er, dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat. Lag dein Zustand nur im Arbeitsspeicher, landet er auf dem Startscreen, die Eingaben sind weg. Der Fehler ist verbreitet, weil er auf einem Entwicklerhandy mit viel freiem Speicher nie auftritt, und er lässt sich auf Knopfdruck nachstellen.

Zwei Wege zur Simulation

Variante 1: Aktivitäten nicht beibehalten. Schalte in den Entwickleroptionen (siebenmal auf die Build-Nummer in „Über das Telefon“ tippen) Aktivitäten nicht beibehalten ein. Jeder verlassene Screen wird zerstört. Danach wieder ausschalten. Das testet den Neuaufbau von Screens, einen nahen Verwandten des Prozessendes.

Variante 2: Prozess beenden. Schicke die App in den Hintergrund (Home-Taste, nicht aus der Übersicht wegwischen) und führe auf dem Computer mit adb aus:

adb shell am kill <dein.paketname>

Öffne die App dann aus der Übersicht erneut. Der Befehl beendet nur einen Prozess im Hintergrund; passiert nichts, war die App noch im Vordergrund. Das Wegwischen in der Übersicht ist ein erzwungenes Beenden durch den Nutzer, ein anderer Fall: Danach stellt das System keinen Zustand wieder her.

Checkliste

Gehe jeden Fall durch, beende den Prozess, kehre zurück und vergleiche.

  1. Formular mit getipptem Text. Erwartung: Eingabe ist noch da, oder der Nutzer erfährt klar, was fehlt.
  2. Tiefer Screen. Öffne eine Detailansicht drei Ebenen tief. Erwartung: Du kehrst zu diesem Screen zurück, nicht zum Start.
  3. Scrollposition und Tab. Erwartung: gleicher Tab, ungefähr gleiche Stelle.
  4. Ausgewählte Elemente und Filter. Erwartung: Auswahl und aktiver Filter bleiben.
  5. Mehrstufiger Ablauf wie Onboarding, Kasse oder Einrichtungsassistent. Erwartung: Schritt und frühere Antworten bleiben. Hier verlieren Nutzer am meisten.
  6. Offener Dialog oder Bottom Sheet. Erwartung: entweder wiederhergestellt oder sauber geschlossen, nie halb gezeichnet.
  7. Angemeldeter Zustand. Erwartung: Der Nutzer bleibt angemeldet.
  8. Laufende Aufgaben. Upload, Download, Timer. Erwartung: setzt fort, startet sicher neu oder zeigt einen klaren Fehler, ohne Duplikate.
  9. Abstecher zu Berechtigung oder Systemscreen. Wechsle zu einem Systemdialog, beende, kehre zurück. Erwartung: Die App führt den Ablauf fort.
  10. Deep Link oder Teilen-Intent. Starte über einen Link, beende, kehre zurück. Erwartung: richtiger Screen.
  11. Kaltstart nach langer Zeit. Lass die App stundenlang liegen. Erwartung: Sie startet ohne Absturz durch veraltete Daten.

Was Tester melden sollen

Schritte vor dem Beenden, die genaue Methode, was der Nutzer nach der Rückkehr sah, und den Screen-Namen. Erwähne, ob das Gerät wenig Speicher hatte, denn das kann den Fall von selbst auslösen.

Beheben

Sichere, was Nutzer vermissen würden, an den Stellen, die Android für gespeicherten Zustand vorsieht, und halte dauerhafte Daten im Speicher auf dem Gerät statt im Arbeitsspeicher. Teste mit denselben Schritten erneut.

Grenzen

Das echte Verhalten bei knappem Speicher unterscheidet sich je nach Gerät. Die Simulation prüft deinen Umgang damit, nicht wie oft das System es tut.

Übersicht: Android-App-Testing. Verwandt: Bildschirmdrehung und Konfigurationsänderungen und Energiesparmodus und Doze.

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