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Wann du die Push-Berechtigung abfragst

Frage nach gezeigtem Nutzen, erkläre warum und teste den Wortlaut.

In diesem Ratgeber

Eine Berechtigungsabfrage ist eine Frage, die du nur einmal richtig stellen kannst, und zwar vor einem Fremden. Wer zu früh fragt, bekommt oft ein Nein, ohne dass der Nutzer weiß, wozu. Das Verhalten der Plattformen unterscheidet sich. Ab Android 13 (API 33) brauchen Benachrichtigungen die Laufzeit-Berechtigung POST_NOTIFICATIONS. Zielt deine App auf Android 13 oder höher, bestimmt sie selbst, wann der Dialog erscheint, und die Android-Dokumentation rät, Nutzer die App erst kennenlernen zu lassen. Tippt der Nutzer auf „Nicht zulassen“, kann die App (von wenigen Ausnahmen abgesehen) keine Benachrichtigungen senden. Apps mit Ziel Android 12L oder niedriger werden nach einem „Nicht zulassen“ bis zur Neuinstallation nicht erneut gefragt. Für iOS lies vor dem Entwurf des Ablaufs Apples aktuelle Entwicklerdokumentation.

Das Prinzip: erst Nutzen, dann fragen

Frage, wenn Nutzer gerade gesehen haben, wozu Benachrichtigungen ihnen nützen. Nicht beim ersten Start.

Gute Momente: - Nach einer Handlung mit natürlichem Folgeereignis (Bestellung aufgegeben, Termin gebucht, Erinnerung gespeichert). - Wenn Nutzer "Erinnere mich" oder "Benachrichtige mich bei Lieferung" antippen. - Nach der zweiten oder dritten Sitzung, wenn die App sich als nützlich gezeigt hat.

Schwache Momente: - Der allererste Bildschirm. - Bevor Nutzer wissen können, was die App tut. - Zusammen mit mehreren anderen Berechtigungen.

Vorab-Frage (Soft Ask) nutzen

Zeige zuerst einen eigenen Bildschirm und löse den Systemdialog nur aus, wenn der Nutzer zustimmt.

  1. Eine Zeile zum Nutzen in der Sprache der Nutzer: "Wir melden uns, wenn deine Bestellung unterwegs ist."
  2. Zwei klare Optionen, etwa "Aktivieren" und "Jetzt nicht".
  3. Bei "Jetzt nicht" löst du den Systemdialog nicht aus. So kannst du später erneut fragen, und der Nutzer hat kein dauerhaftes Nein gegeben.

Die Vorab-Frage muss ehrlich sein: Sie beschreibt, was du wirklich sendest.

Das Warum in einem Satz

Nenne den konkreten Nutzen und, wenn sinnvoll, die Häufigkeit. Vergleich:

  • Schwach (Beispiel): "Erlaube Benachrichtigungen, um auf dem Laufenden zu bleiben."
  • Besser (Beispiel): "Wir sagen dir Bescheid, wenn deine Lieferung in 10 Minuten da ist. Sonst nichts."

Wenn der Nutzer Nein sagt

  • Nicht nerven. Bei jedem Start erneut zu fragen stört.
  • Lass die Funktion möglichst auch ohne Push funktionieren, mit Hinweisen in der App.
  • Biete später einen ruhigen Weg an: ein Einstellungs-Eintrag, der erklärt, wie man Benachrichtigungen einschaltet.
  • Frage nur in einem neuen Kontext erneut, etwa bei einer Funktion, die klar davon profitiert.

Wortlaut und Zeitpunkt testen

Ändere jeweils eine Sache und vergleiche den Anteil der Zustimmungen zwischen Kohorten. Variablen: der Moment, der Text der Vorab-Frage, die Zahl der Optionen. Bei wenigen Nutzern sind Unterschiede eine Tendenz. Vergleiche nicht mit fremden Durchschnittswerten; Zielgruppe und App-Typ bestimmen, was normal ist.

Beobachte auch die Wirkung nach der Zustimmung: Schalten Nutzer die Benachrichtigungen nach einer Woche wieder aus, liegt das Problem bei den Nachrichten, nicht bei der Abfrage. Siehe Push-Texte schreiben.

Wenn Kinder deine App nutzen könnten

Für Apps, die Kinder ansprechen, gelten strengere Regeln. Siehe Apps für Kinder: Kategorien und Richtlinien.

Checkliste

  • [ ] Abfrage erscheint, nachdem der Nutzen sichtbar ist
  • [ ] Ein Nutzensatz, der zu dem passt, was du sendest
  • [ ] Soft Ask vor dem Systemdialog
  • [ ] "Jetzt nicht" verbraucht den Systemdialog nicht
  • [ ] App funktioniert ohne Push
  • [ ] Weg in den Einstellungen zum späteren Aktivieren
  • [ ] Wortlaut und Zeitpunkt getestet

Tester sagen dir in wenigen Minuten, ob deine Abfrage fair wirkt. Hol dir privates, strukturiertes Feedback.

Weiterlesen: Hub App-Store-Optimierung und Launch, Push-Texte schreiben, Apps für Kinder.