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Windows-App testen: Checkliste vor dem Release

Installation, Update, Deinstallation, Rechte, hohe DPI, Offline und Abstürze bei einem Windows-Programm, mit Prüfweg je Punkt.

In diesem Ratgeber

Teste auf einem Rechner, der nicht dein Entwicklungs-PC ist: eine frische Windows-Installation in einer virtuellen Maschine oder ein Zweitlaptop. Jeder Punkt hat eine Begründung und einen Prüfweg.

Installation und Deinstallation

  1. Saubere Installation läuft ohne Entwicklerwerkzeuge. Warum: dein PC hat Laufzeiten und Zertifikate, die Nutzern fehlen. So prüfst du: auf frischer VM installieren und starten, ohne etwas nachzuinstallieren.
  2. Normaler Benutzer kann installieren und starten. Warum: viele haben keine Adminrechte. So prüfst du: mit Nicht-Admin-Konto installieren und nutzen; jede Rechteabfrage notieren.
  3. Installer-Warnungen kennen. Warum: ein unsignierter oder unbekannter Installer kann eine Warnung auslösen, die Nutzer abschreckt. So prüfst du: Installer wie ein Nutzer über den Browser laden und festhalten, was erscheint.
  4. Deinstallation räumt sauber auf. Warum: Reste nerven und stören Neuinstallationen. So prüfst du: deinstallieren, dann Programmordner, Startmenü und App-Liste prüfen. Entscheide bewusst, welche Nutzerdaten bleiben.

Update

  1. Update über eine ältere Version behält Einstellungen und Daten. So prüfst du: vorherige Version installieren, Daten anlegen, updaten, vergleichen.
  2. Update bei laufender App. So prüfst du: Update mit geöffneter App starten; keine Datei darf beschädigt werden.

Umgebung

  1. Hohe DPI und Skalierung. Warum: unscharfer Text oder abgeschnittene Dialoge bei 125-200 Prozent. So prüfst du: Skalierung in den Windows-Einstellungen ändern, App neu öffnen.
  2. Zwei Monitore mit unterschiedlicher Skalierung; einen abstecken. So prüfst du: Fenster verschieben, schließen, Monitor abstecken, neu öffnen. Das Fenster muss auf einem sichtbaren Bildschirm erscheinen.
  3. Rechte und Ordner. Warum: Schreiben neben die .exe scheitert in geschützten Ordnern. So prüfst du: Einstellungen und Logs liegen an einem für den Nutzer beschreibbaren Ort.
  4. Pfade mit Leerzeichen, Umlauten und nicht-lateinischen Zeichen. So prüfst du: Datei aus so einem Pfad öffnen, ebenso einen Benutzernamen mit solchen Zeichen.
  5. Offline und instabile Verbindung. So prüfst du: Netz beim Start, mitten in einer Aufgabe und beim Speichern trennen. Die App zeigt eine klare Meldung und hängt nicht.
  6. Ruhezustand und Fortsetzen. So prüfst du: während einer langen Aufgabe in den Ruhezustand gehen und aufwecken.

Abstürze

  1. Ein Absturz hinterlässt brauchbare Infos. So prüfst du: in einem Testbuild einen Fehler erzwingen; Log oder Bericht existiert und enthält keine Geheimnisse. Siehe Absturzberichte priorisieren.
  2. Tester melden einheitlich. Gib ihnen eine Fehlerbericht-Vorlage mit Betriebssystemversion und Build.

Ergebnisse festhalten

Markiere jeden Punkt als bestanden, durchgefallen oder nicht getestet. Eine kurze ehrliche Liste ist besser als eine lange ungeprüfte.

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