In diesem Ratgeber
Eine App ohne Inhalte wirkt kaputt. Eine App voller echter Kundendaten ist ein Datenschutzproblem. Tester brauchen etwas dazwischen: realistische, aber erfundene Daten und Konten, die niemandem schaden können. Diese Checkliste hilft bei beidem.
Warum das wichtig ist
Wer eine leere App öffnet, kann die entscheidenden Bildschirme nicht prüfen: Listen, Suche, Filter, Bearbeiten. Er meldet "nichts zu sehen" oder gibt auf. Und wenn Tester sich in eine Kopie deiner Live-Daten einloggen, zeigst du echte Menschen Fremden.
Checkliste: Daten
- Keine echten Nutzerdaten. Keine Produktivexporte, auch nicht "nur zum Testen". Echte Namen, E-Mails und Nachrichten gehören nicht zu Testern. Das ist keine Rechtsberatung; prüfe die für dich geltenden Regeln.
- Beispieldaten bewusst anlegen. Schreibe eine kleine Menge erfundener Datensätze für Normal- und Grenzfälle.
- Grenzfälle abdecken. Ein sehr langer Name, ein leeres Feld, Sonderzeichen, ein Eintrag ohne Bild, eine Liste mit einem Eintrag und eine mit vielen.
- Erkennbar als erfunden. Nimm offensichtlich ausgedachte Namen und Adressen, damit niemand sie für echt hält.
- Zurücksetzbar. Lege fest, wie du den Ausgangszustand wiederherstellst: Reset-Knopf, Skript oder frisches Konto. Sonst sehen spätere Tester das Chaos der früheren.
- Zur Funktion passend. Willst du Feedback zur Suche, müssen genug Einträge da sein.
Checkliste: Konten
- Testkonten bereitstellen, wenn deine App ein Login hat. Bitte Tester nie um echte Passwörter.
- Pro Tester ein Konto, wenn der Zustand zählt. Teilen sich Tester ein Konto, überschreiben sie sich gegenseitig und können Registrierung und Onboarding nicht testen. Geteilte Konten taugen nur für reine Leseprüfungen.
- Eingeschränkte Rechte. Ein Testkonto darf nicht an Admin-Werkzeuge, echte Zahlungen oder Live-Nachrichten kommen.
- Beide Wege anbieten. Erlaube auch eigene Konten, damit die Registrierung getestet wird.
- Zugangsdaten nicht öffentlich. Schicke sie privat an die Tester, die sie brauchen, und ändere oder lösche sie danach.
- Drittdienste prüfen. Läuft das Login über einen anderen Anbieter, stelle sicher, dass Testnutzer wirklich hineinkommen. Zur Zuordnung von Testern zu Setups siehe Welche Android-Versionen unterstützen.
Zahlungen und Nebenwirkungen
Kann deine App E-Mails oder Push-Nachrichten senden oder Zahlungen annehmen, stelle das auf Testmodus oder harmlose Ziele um. Ein Tester, der "Kaufen" tippt, darf niemanden Geld kosten oder echte Kunden benachrichtigen. Für Zahlungen nutze die Testwerkzeuge deines Zahlungsanbieters und lies dessen aktuelle Doku.
In die Testanleitung schreiben
Sag Testern in einem kurzen Block: welches Konto, welche Daten vorhanden sind, was sie zuerst tun und was sie ignorieren sollen. Das erspart Raten und doppelte Meldungen. Zu Layouts über Geräte hinweg: Android-Bildschirmgrößen testen.
Zurück zum Leitfaden zum Android-App-Testing.
Hier starten und das Test-Setup bei der Feedback-Anfrage beschreiben.