In diesem Ratgeber
Google Play Console und App Store Connect benennen und definieren ihre Kennzahlen unterschiedlich, und die Namen ändern sich. Beispiel: Die Play-Console-Hilfe definiert „Besucher des Store-Eintrags“ als Nutzer, die deinen Eintrag besuchten, ohne die App auf einem Gerät installiert zu haben, und „Akquisitionen“ als Besucher, die danach installierten. Sie weist eine Klickrate aus (Anteil der Besucher, die auf Installieren, Öffnen oder Vorregistrieren klickten), die die frühere Kennzahl „Conversion-Rate“ ersetzt. Die Ideen hier sind allgemein; für App Store Connect lies die aktuelle Hilfe zu App Analytics und gleiche jede Zahl mit den genauen Definitionen ab, bevor du Stores vergleichst.
Der Trichter in vier Schritten
Stell dir den Store als Trichter vor. Jeder Schritt hat eine Zahl:
- Impressionen. Deine App wurde irgendwo angezeigt: in Suchergebnissen, einer Liste oder einer Empfehlung.
- Produktseiten-Aufrufe. Jemand hat deinen Eintrag geöffnet.
- Installationen (Downloads). Jemand hat die App geladen.
- Bindung. Jemand kam nach der Installation zurück. Das ist keine ASO-Kennzahl, zeigt aber, ob der Eintrag das Richtige versprochen hat.
Die zwei Quoten, auf die es ankommt
- Klickrate (Aufrufe geteilt durch Impressionen): Bringen Icon, Titel und erste Zeilen Leute dazu, die Seite zu öffnen? Prägend sind Icon, Titel und die im Ergebnis gezeigte Bewertung.
- Conversion (Installationen geteilt durch Aufrufe): Überzeugt die Seite? Prägend sind Screenshots, Beschreibung, Bewertung und Preis.
Vorsicht: Manche Konsolen berechnen „Conversion“ aus Impressionen oder eindeutigen Besuchern statt aus allen Aufrufen. Lies die Definition.
Ein durchgerechnetes Beispiel (Beispiel, runde Zahlen nur zur Veranschaulichung)
Angenommen, eine Woche zeigt 1.000 Impressionen, 200 Aufrufe und 40 Installationen.
- Klickrate: 200 / 1.000 = 20 %.
- Conversion: 40 / 200 = 20 %.
Du änderst den ersten Screenshot, und in der Folgewoche sind es wieder 1.000 Impressionen, 200 Aufrufe, aber 50 Installationen. Die Conversion stieg auf 25 %, die Klickrate blieb gleich. Die Änderung wirkte auf die Seite, nicht auf das Suchergebnis. Das stimmt nur, wenn Impressionen und Zeitraum vergleichbar waren.
Verdoppeln sich dagegen die Impressionen bei gleichen Quoten, hast du Sichtbarkeit gewonnen (Keyword, Feature, Saison), nicht Überzeugungskraft.
Was du wöchentlich beobachtest
Fünf Werte in einer Tabelle:
- Impressionen
- Seitenaufrufe
- Installationen
- Die zwei Quoten oben
- Dein Änderungsprotokoll (was du wann bearbeitet hast)
Schau auf Vier-Wochen-Trends, nicht auf Einzeltage. Wochenenden und Jahreszeiten verschieben die Zahlen; siehe Saisonalität.
Häufige Fehler
- Absolute Zahlen zwischen zwei Stores oder Ländern vergleichen.
- Eine Änderung nach drei Tagen als Ergebnis feiern.
- Titel, Icon und Screenshots in derselben Woche ändern.
- Die Bewertung als steuerbare Kennzahl behandeln. Sie kommt von echten Nutzern; kaufe oder tausche sie nicht.
- Kleine Stichproben als Tatsache lesen. Ein paar Installationen sagen wenig.
Wie das zusammenhängt
Um eine Seitenänderung sauber zu prüfen, nutze die Experimente des Stores oder ein klares Vorher-nachher-Fenster; siehe Store-Eintrag A/B-testen. Zum Ranking siehe Keyword-Rankings ohne bezahlte Tools verfolgen. Das große Bild liefert der ASO-Leitfaden.
Niedrige Conversion heißt oft: Eintrag und App passen nicht zusammen. Hol dir privates, strukturiertes Feedback zu beidem.
Verwandt: Saisonalität bei App-Installationen, App-Namen vor dem Launch prüfen, Hub App-Store-Optimierung und Launch.