In diesem Ratgeber
Die allgemeine Methode steht in Store-Eintrag lokalisieren. Hier geht es um das, was für Deutsch gilt. Die Punkte sind redaktionelle Beobachtungen, keine Suchvolumen-Daten; prüfe Suchbegriffe mit den Vorschlägen des Stores selbst (siehe Keyword-Recherche ohne bezahlte Tools).
1. Du oder Sie
Die Anrede legt den Ton des ganzen Eintrags fest.
- du: üblich bei Verbraucher-Apps, Spielen, Fitness, Social, kreativen Werkzeugen.
- Sie: sicherer bei Finanzen, Versicherung, Recht, Behörden, B2B und Apps für ältere oder berufliche Nutzer.
Entscheide dich einmal und bleib dabei: Titelbereich, Beschreibung, Screenshots, Update-Texte, Texte in der App. Gemischt wirkt es nachlässig. Bist du unsicher, schau, wie vergleichbare Apps deiner Kategorie ihre Nutzer ansprechen. Die Anrede im Eintrag und in der App sollte übereinstimmen.
2. Suchbegriffe: nicht Wort für Wort übersetzen
- Deutsch bildet lange Zusammensetzungen („Haushaltsbuch“, „Fahrtenbuch“). Nutzer suchen vielleicht das Kompositum, die getrennte Schreibweise oder einen englischen Begriff. Schau in den Suchvorschlägen nach, was auftaucht, statt es anzunehmen.
- Viele tippen bei Technik-Themen englische Begriffe („Scanner App“, „To-do“), andere das deutsche Wort. Beides kann für deine App passen; die Vorschläge zeigen, was gebräuchlich ist.
- Wiederhole Wörter nicht ohne Grund in mehreren Feldern. Ob und wie der Store Beugungsformen oder Kombinationen mitindexiert, solltest du nicht annehmen, sondern in der aktuellen Store-Dokumentation nachlesen.
- Hol dir von einem Muttersprachler, wie man das Problem wirklich nennt („Kassenbuch führen“, nicht „Buchhaltungslösung“).
3. Textlänge
Deutsche Wörter sind oft länger als englische, daher laufen Titel, Untertitel und Screenshot-Texte schnell über. Schreib von Anfang an auf Deutsch, statt eine Übersetzung einzufügen, und prüfe jedes Feld gegen das aktuelle Limit in der Store-Konsole. Kürze mit Synonymen oder durch Umschreiben, nicht durch Weglassen des Sinns.
4. Screenshots und Bildtexte
- Übersetze die Texte und prüfe, ob sie noch zum Bild passen.
- Zeig die deutsche Oberfläche, wenn die App deutsch ist.
- Nutze deutsche Formate im Bild: Datum (31.12.), Dezimalkomma (1,50 EUR), 24-Stunden-Zeit, sofern deine App sie nutzt.
5. Worauf man hierzulande achtet
- Datenschutz. Der Umgang mit Daten ist für viele Nutzer ein sensibles Thema. Sag schlicht und nur, wenn es stimmt, was du speicherst und wo. Das ist keine Rechtsberatung; welche Angaben Eintrag und Datenschutzerklärung enthalten müssen, prüfe in den aktuellen Store-Vorgaben und frag eine Fachperson.
- Impressum und Anbieterangaben können in deiner Situation nötig sein. Frag eine Fachperson.
- Preisangaben. Sag klar, was gratis ist und was kostet. Vermeide ein unklares „kostenlos“, wenn es In-App-Käufe gibt.
6. Checkliste
- [ ] Eine Anrede (du oder Sie), überall gleich.
- [ ] Suchbegriffe in deutschen Store-Vorschlägen geprüft.
- [ ] Titel und Texte passen nach der Übersetzung.
- [ ] Screenshots mit deutscher Oberfläche und deutschen Formaten.
- [ ] Update-Texte ebenfalls auf Deutsch.
- [ ] Ein Muttersprachler hat den ganzen Eintrag gelesen.
Für Seiten, die innerhalb eines Marktes unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, siehe benutzerdefinierte Produktseiten.
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- Hub: ASO- und Launch-Ressourcen
- Store-Eintrag für spanischsprachige Märkte anpassen
- Benutzerdefinierte Produktseiten: Leitfaden für kleine Apps
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