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Windows-Installer, Update und Deinstallation testen

Saubere Installation, Update über eine ältere Version, Reparatur und Deinstallation: ein Testplan, der findet, was Entwicklerrechner verbergen.

In diesem Ratgeber

Dein Entwicklungs-PC ist der schlechteste Ort, um deinen Installer zu testen. Dort liegen Runtimes, Zertifikate, Ordner und Registry-Einträge schon bereit, die deine App braucht. Auf dem Rechner deiner Nutzer fehlen sie. Dieser Plan testet den ganzen Installationsablauf auf Rechnern, die so aussehen wie ihre.

Testrechner vorbereiten

  • Eine saubere Windows-Installation in einer virtuellen Maschine, mit einem Snapshot vor der ersten Installation. Zwischen den Läufen setzt du darauf zurück.
  • Ein zweiter Rechner in anderem Zustand: eine andere unterstützte Windows-Version, ein Benutzer ohne Adminrechte, eine andere Systemsprache, ein Benutzername mit Leerzeichen oder Umlauten.
  • Ältere Builds deiner eigenen App zum Aktualisieren. Hebe jeden ausgelieferten Build auf.

Ob du MSIX, MSI oder ein klassisches Setup auslieferst: Die Szenarien unten bleiben gleich. Das Verhalten unterscheidet sich je nach Technik; Details stehen in der Dokumentation deines Installers.

Die Szenarien

# Szenario Erwartetes Ergebnis
1 Neuinstallation auf sauberem Rechner Läuft ohne Zusatzschritte; App startet; keine Fehler wegen fehlender Runtime
2 Installation als Standardbenutzer (ohne Admin) Funktioniert wie geplant oder fragt mit klarer Meldung nach Rechten
3 Installation in eigenen Ordner (Leerzeichen, Umlaute) App startet und kann ihre Daten schreiben
4 Start über Verknüpfung und ggf. Dateizuordnung Beides öffnet die App richtig
5 Update über die letzte Version Einstellungen und Nutzerdaten bleiben; Versionsnummer stimmt
6 Update über eine viel ältere Version Datenmigration klappt oder scheitert mit klarer Meldung
7 Update bei laufender App Installer erkennt sie und bittet um Schließen oder behandelt es sauber
8 Abgebrochene Installation (Abbruch, Stromausfall, Prozess beenden) Kein halber Zustand; erneutes Ausführen funktioniert
9 Reparatur (falls vorhanden) Fehlende oder beschädigte Dateien kommen zurück; Nutzerdaten bleiben
10 Deinstallation App, Verknüpfungen und Startmenüeinträge sind weg; kein Prozess läuft weiter
11 Deinstallieren, dann neu installieren Verhält sich wie Fall 1; ob Nutzerdaten bleiben, entscheidest du und sagst es
12 Sicherheitsabfragen Notiere jede Warnung, die das System beim ersten Start des Installers zeigt

So gehst du vor

  1. Snapshot zurücksetzen, ein Szenario durchführen, Ergebnis mit Build-Nummer notieren.
  2. Nach jeder Installation und Deinstallation Installationsordner, Datenordner und die Liste installierter Apps ansehen. Überreste sind Befunde.
  3. Das Log deines Installers prüfen, falls er eins schreibt, und dem Bericht anhängen.
  4. Szenarien 5 bis 7 bei jedem Release wiederholen, nicht nur beim ersten.

Was typischerweise schiefgeht

  • Die App braucht eine Runtime, die auf dem sauberen Rechner nie vorhanden war.
  • Eine neue Version liest Einstellungen der alten in einem anderen Format.
  • Der Deinstaller löscht Nutzerdaten ungefragt oder lässt Dienste und Hintergrundaufgaben zurück.
  • Ein Pfad mit Leerzeichen zerlegt ein Kommandozeilenargument.

Halte jeden Befund mit der Fehlerbericht-Vorlage für Desktop-Apps fest, damit er reproduzierbar ist.

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Mehr dazu: Leitfaden zum Testen von Windows- und Mac-Apps, Betatest für eine Windows-App, Betatest für eine Mac-App.